Strengere Anforderungen an die Energieeffizienz in der Industrie

Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs um 20 % bis 2020 und ganze 32,5 % bis 2030. Das sind die von der EU vorgegebenen Energiesparziele, die für große Unternehmen wie für private Haushalte gleichermaßen gelten. Aber was bedeutet dies für die Industrie?

Die Industrie verbraucht rund ein Drittel aller Energie und eine kleine Anzahl von Branchen ist für den Großteil dieses Verbrauchs verantwortlich. Die Chemie-, Papier- und Stahlsektoren sind Beispiele von großvolumigen Abnehmern, die mit extrem energieintensiven Verfahren arbeiten.

Eine Übersicht des Bedarfs

2012 entwarf die Europäische Kommission die Energieeffizienzrichtlinie (EER), um diese ambitionierten Ziele zur Energieeinsparung zu unterstützen. Die Richtlinie sieht vor, dass große Unternehmen ihren Energieverbrauch aufzeichnen und melden – wie viel Energie wird jährlich verbraucht, wie sieht die Verteilung dieses Verbrauchs aus und welche Kosten sind mit dem Energieverbrauch in den einzelnen Unternehmensteilen verbunden. 

Diese Übersicht soll zu Vorschlägen für Energiesparmaßnahmen führen, die neben gesunkenen Energiekosten zu weiteren Vorteilen führen können. Maßnahmen können Investitionen in neue Anlagen sowie neue Verfahren und Arbeitsmethoden umfassen, mit denen Unternehmen ihre Kosten senken können. Dies wiederum kann zu gesteigerter Produktivität, besserer Erreichbarkeit und weniger Betriebsausfällen führen. Auf lange Sicht kann die proaktive Nachhaltigkeitsarbeit auch eine verbesserte Wettbewerbsposition zur Folge haben. Ein gesunkener Energieverbrauch bedeutet auch, dass Unternehmen weniger Strompreisschwankungen ausgesetzt sind. Mit anderen Worten: Es gibt große Vorteile für die Wirtschaft und die Umwelt. 

Viele Wege führen zum Ziel

Betrachten wir einen Bereich näher, der uns sehr am Herzen liegt: Pumpen. Von dem weltweiten Energieverbrauch sind Pumpen für mindestens 20 % verantwortlich. Von diesem Anteil werden 25-50 % der Energie durch industrielle Pumpen* genutzt. Wie können wir diese Zahlen verringern?

Durch den Austausch alter Geräte gegen neue, energieeffiziente Ausrüstungen kann der Energieverbrauch beispielsweise niedrig gehalten werden. Und es lohnt sich gleich bei der Installation einer Pumpe sorgfältig zu arbeiten. Sind Fundament, Pumpe/Motor und die Verrohrung von Anfang an gerade, eben und korrekt ausgerichtet, können schwerwiegende Probleme und unnötige Kosten in Zukunft vermieden werden.

Die vorbeugende Wartung älterer Geräte, z. B. durch die Ausrichtung von Wellen, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Kosten aufgrund unvorhergesehener Ausfälle und verlorener Produktionszeit können umfangreich sein und stellen einen unnötig hohen Anteil an den Lebenszykluskosten einer Pumpe dar. Und Tatsache ist, dass eine schlecht ausgerichtete Pumpe erheblich mehr Energie verbraucht als nötig.

Dies ist nur ein Beispiel eines Bereichs, in dem große Energieeinsparungen relativ leicht umzusetzen sind. Stellen Sie sich die Möglichkeiten vor, die sich dadurch für eine gesamte Produktionsanlage ergeben können. Auch wenn es Stimmen gibt, die meinen, die EU hätte die Ziele zu hoch gesteckt, profitieren am Ende die Industrie und die Umwelt von diesen strengen Anforderungen. Und wir freuen uns, wenn wir diesen Weg ein Stück weit ebnen können.


*Quelle: „Pump Life cycle costs: A guide to LCC analysis for pumping systems“

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